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KZ-AuĂenlager Kempten
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Das KZ-AuĂenlager Kempten war vom 15. September 1943 bis 25. April 1945 eines der 169 AuĂenlager des Konzentrationslagers Dachau. In ihm mussten mehr als 650 bis 850 männliche KZ-Häftlinge Zwangsarbeit leisten.cite-ref-1[1] Zum Aufbau gezwungen wurden die KZ-Gefangenen durch die Schutzstaffel (SS), die auch den Betrieb sicherstellte. Die Inhaftierten in Kempten (Allgäu) wurden vor allem im Auftrag von BMW bei der Helmuth Sachse KG eingesetzt. Zusätzlich gab es im heutigen Kempten ein zweites KZ-AuĂenlager in Kottern-Weidach.
Contents
⢠Siehe auch
⢠Literatur
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
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Entstehungshintergrund
Mit Fortschreiten des Zweiten Weltkriegs wurden die Ballungsräume immer stärker durch Luftangriffe der Alliierten gefährdet. Daher wurde die Waffenproduktion in die Provinz verlagert, auch ins Allgäu, unter anderem nach Kempten. Der frĂźhere BMW-Entwicklungsleiter Helmuth Sachse (* 24. April 1900; â 26. Dezember 1971 in Lindau)cite-ref-ag109-2-0[2] hatte sich im April 1942 selbständig gemacht. Er richtete in der ein Jahr zuvor stillgelegten Textilfabrik Spinnerei und Weberei Kempten in der fabrik-sachse-kg-in-spinnerei-und-weberei-kemptenKeselstr. 1447.7183210.32166 eine Fabrik ein und arbeitete zunächst mit dem MĂźnchner Unternehmen Uher zusammen.
Nachdem die BMW-Produktion in Milbertshofen durch Bomben zerstĂśrt worden war, bat BMW ihn zwischen FrĂźhjahr und Sommer 1943, er mĂśge langfristig einen GroĂteil der Kommandogerätefertigung fĂźr den 801-Motor fĂźr die BMW Flugmotorenbau GmbH in Allach Ăźbernehmen.cite-ref-bmw-3-0[3] Dieser 14-zylindrige Doppelstern-Einspritzmotor wurde unter anderem im etablierten deutschen Jagdflugzeug Focke-Wulf Fw 190 eingesetzt. Die zu fertigenden Kommandogerätecite-ref-4[4] automatisierten die Motorfunktionen. Sobald der Pilot Ladedruck und Drehzahl gewählt hatte, konnte er sich somit ganz dem Luftkampf widmen. BMW Ăźbernahm einen guten Teil der Fabrikkosten und beteiligte sich auch direkt an der âHelmuth Sachse KG Luftfahrt-Gerätebau, Kemptenâ. Dort wurden auch Planetenradträger, Luftschraubenwellen, Lagergehäuse, Schwinghebel und andere Kleinteile fĂźr den BMW-801-Motor sowie Regelungen fĂźr das Strahltriebwerk BMW 003 produziert und zu BMW nach MĂźnchen geliefert.cite-ref-bmw-3-1[3]
Errichtung und Betrieb des KZ-AuĂenlagers
Karte mit allen Koordinaten:
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Personalbeschaffung
Im August 1943 wurden die ersten 100 Häftlinge vom KZ Dachau zum Aufbau des AuĂenlagers Kempten fĂźr die Arbeit in der Helmuth Sachse KG ĂźberfĂźhrt, weitere folgten.cite-ref-ecg-5-0[5] Allein vom 27. Mai 1944 bis 13. April 1945 lieĂen die Nationalsozialisten laut Stärkemeldung des AuĂenkommandos KZ Dachau 14 Transporte von Häftlingen per Bahn und LKW vom Konzentrationslager Dachau nach Kempten durchfĂźhren.cite-ref-benz-6-0[6] Darunter war am 2. August 1944 auch der Bahntransport von 300 bis 350 Franzosen, unter ihnen der Journalist und Widerstandskämpfer Louis Terrenoire, der seine Erlebnisse später verĂśffentlichte.cite-ref-ter-7-0[7]
Organisation der Todesmaschinerie
Vom 26. Mai 1944 bis 13. April 1945 veranlassten die Nationalsozialisten laut Stärkemeldung des AuĂenkommandos des KZ Dachau insgesamt 40 Transporte per Bahn und LKW von Kempten in das Konzentrationslager Dachau.cite-ref-benz-6-1[6] Auf diese oft letzte Reise in den Tod wurden mindestens 146 Arbeitsunfähige, Kranke und Schwerstkranke geschickt.cite-ref-bmw-3-2[3] Auch einige der Verstorbenen wurden dorthin transportiert. Nur relativ wenige Inhaftierte wurden direkt in Kempten umgebracht und bestattet. Das Geschäft des Todes betrieben die SS-Totenkopfverbände vor allem zentralisiert im KZ Dachau und anderen Konzentrationslagern. In Kempten wurde selektiert und zugearbeitet.
Zwangsarbeit der KZ-Häftlinge
Helmuth Sachse KG â im Auftrag von BMW
Die ab Sommer 1943 ersten 100 Inhaftierten des KZ-AuĂenlagers mussten die WebstĂźhle der ehemaligen Spinnerei und Weberei Kempten im Keller einlagern und diese Weberei zum RĂźstungsbetrieb umbauen. Ein hoher Stacheldrahtzaun sowie WachtĂźrme umgaben das Gelände. Im März 1944 lief die Kommandogerätefertigung erfolgreich an,cite-ref-gr-8-0[8] ab Sommer mit ca. 1.000 StĂźck im Monat.cite-ref-bmw-3-3[3]
Im FrĂźhjahr 1944, nach Luftangriffen auf das BMW-Werk I in der Lerchenauer Str. 76 in MĂźnchen sowie das Werk mit KZ-AuĂenlager in MĂźnchen-Allach, verlagerte BMW einen Teil seiner Fertigung mit knapp 2000 KZ-Häftlingen in den Maurice-Lemaire-Tunnel bei Sainte-Marie-aux-Mines, damals âMarkirchâ. Ab September 1944 wurde diese Produktionsstätte wegen der näher rĂźckenden Front aufgegeben, Maschinen und Häftlinge wochenlang mit der Bahn Richtung Osten transportiert,cite-ref-9[9] bis Ende Oktober 1944 unter anderem nach Kempten. Gefertigt wurden hier nun auch Präzisionsteile fĂźr BMW-801-Motoren, wie Zahnräder, Teile des Kurbelgehäuses, Zylinder und dergleichen. Hergestellt wurden sie unter dem Tarnnamen âAllgäuer Vertriebsgesellschaftâ in der Artillerie-Kaserne am Ostbahnhof, unter Einsatz von mehr als 750 Arbeitskräften an 340 Maschinen. Damit waren drei Viertel des geplanten Ausbaus realisiert.cite-ref-bmw310-10-0[10]
Ende 1944 arbeiteten etwa 2000 Beschäftigte bei Sachse, darunter etwa 500 KZ-Häftlinge sowie 800 bis 1000 Zwangsarbeiter. Die meisten stammten aus westlichen Staaten, v. a. Frankreich, weitere aus Polen, Russland und der Ukraine. Die KZ-Häftlinge waren am Arbeitsplatz ähnlichen Arbeitsbedingungen unterworfen wie die Zwangsarbeiter und die ßbrige Belegschaft, diejenigen aus Polen und Russland wurden jedoch in eigenen Arbeitsbereichen abgegrenzt. Die Schutzstaffel (SS) hatte die Kontrolle vor Ort.cite-ref-bmw-3-4[3]
Sechs bis acht, zeitweise bis zu 40 Inhaftierte des KZ-AuĂenlagers bekamen andere Aufgaben und mussten unter anderem Sanitär- und Heizungsarbeiten fĂźr die ausländischen Arbeiterinnen und Arbeiter im Lager Kempten verrichten, unter ihnen auch der spätere Zeitzeuge Willi RĂźhle.cite-ref-ecg-5-1[5]
Stadt Kempten â OberbĂźrgermeister Kempten
18 Inhaftierte wurden ab Juni 1944 zu Aufräumarbeiten nach Bombardierungen gezwungen und im Stadtbauhof eingesetzt. Arbeitgeber war damit die Stadt Kempten, deren OberbĂźrgermeister damals der NSDAP-Funktionär Anton Brändle war. In der Auflistung des International Tracing Service (ITS) wird diese Gruppe als âOberbĂźrgermeister-Subcampâ aufgefĂźhrt â nach dortigen Angaben bestand diese Gruppe vom 18. Juni 1944 bis 1. Dezember 1944.cite-ref-ecg-5-2[5]
Siehe auch
:
Abschnitt âEntstehungâ in: Bombensuchkommandos des KZ Dachau
Bau von Kasernen und andere Unternehmen in Kempten
Etwa 100 Inhaftierte des KZ-AuĂenlagers mussten beim von den Nationalsozialisten geplanten Bau der Scharnhorstkaserne am Ostbahnhof arbeiten, allgemein auch Artillerie-Kaserne genannt.cite-ref-ag109-2-1[2] Weitere Kemptener Unternehmen haben von der Arbeit der Inhaftierten des KZ-AuĂenlagers wie auch der Zwangsarbeiter profitiert.
Internierung im KZ-AuĂenlager Kempten
Bereits morgens um fĂźnf Uhr mussten die KZ-Inhaftierten aufstehen, nach dem FrĂźhstĂźck folgte der Zählappell. Im Anschluss folgte bis 19 Uhr die Tagesschicht, zum Abschluss meist wieder ein Zählappell, der sich Ăźber ein bis zwei Stunden hinziehen konnte, auch im Winter bei Eiseskälte. Alle 14 Tage gab es einen arbeitsfreien Sonntag zur Erholung, mit nahendem Kriegsende auch den nicht mehr.cite-ref-baylz2008-11-0[11] Der franzĂśsische Gefangene Louis Terrenoire, späterer Minister unter Charles de Gaulle, schrieb in seinem Buch âSursitaires de la mort lenteâ (Dem schleichenden Tod entkommen), dass er und seine Mitgefangenen im KZ-AuĂenlager Kempten Hunger litten. Ab Anfang 1945 sorgten Pakete des Roten Kreuzes fĂźr Besserung.cite-ref-ter-7-1[7]
1943 bis April 1944 in der Spinnerei und Weberei Kempten
Der Lagerkommandant Georg Deffner hatte die FĂźhrung der Schutzstaffel (SS) im Lager bei der Spinnerei Webereicite-ref-benz-6-2[6] in der lager-in-spinnerei-und-weberei-kempten-bis-april-1944Keselstr. 1847.71867610.322105cite-ref-ag109-2-2[2] inne. Er wurde von Ăberlebenden als sehr brutal beschrieben, danach habe er mehrere Morde auf dem Gewissen. Im August 1943 lieĂen die Nationalsozialisten die ersten hundert KZ-Häftlinge von Dachau ins KZ-AuĂenlager Kempten transportieren, v. a. aus Polen und Russland. Sie waren in einem eigenen Gebäude auf dem Gelände der Spinnerei und Weberei Kempten untergebracht. Dieses war mit Stacheldraht eingezäunt und WachtĂźrmen aus Holz versehen, bewacht wurden sie von etwa 50 Wachleuten der Luftwaffe, die der Lagerleitung der SS unterstellt waren. Im Laufe der Monate kamen weitere KZ-Inhaftierte hinzu, so wurden es schlieĂlich etwa 200 Häftlinge. Im FrĂźhjahr 1944 wurde mehr Personal vor Ort benĂśtigt, denn die Sachse KG benĂśtigte Platz fĂźr Zwangsarbeiter-UnterkĂźnfte. SchlieĂlich wurden die KZ-Häftlinge im April 1944 in die Tierzuchthalle verlegt.cite-ref-bmw-3-5[3]
April 1944 bis 1945 in der Tierzuchthalle (heutige Allgäuhalle)
Die Tierzuchthalletierzuchthalle-nun-allg-u-halle-ab-april-1944â47.7201210.31802 war innen Tag und Nacht beleuchtet,cite-ref-bmw-3-6[3] in der Arena standen dicht bei dicht Doppelstockbetten. Die Wachtposten unter dem neuen Kommandanten SS-OberscharfĂźhrer Emil Schmidtcite-ref-ag109-2-3[2] patrouillierten auf den Rängen. Vor beiden Eingängen standen Wachposten, daher wurde das Gebäude nicht eingezäunt. Im April 1944 waren es 300 Inhaftierte, im August kamen 300â350 Franzosen hinzu. Die nun 500â600 gefangenen KZ-Zwangsarbeitercite-ref-bmw-3-7[3] kamen aus Frankreich, Polen, Russland, Italien, den Niederlanden und Deutschland; viele waren politische Gegner der Nationalsozialisten. Es wurde eine Krankenstation eingerichtet, in der minder schwere Fälle behandelt wurden. Wer schwerer krank wurde, wurde ins Konzentrationslager Dachau zurĂźckgeschickt, fĂźr viele der sichere Tod. Die 50 SS-Wachmänner waren in einem Vorbau untergebracht.cite-ref-gr-8-1[8]
Räumung des KZ-AuĂenlagers
Gegen 27. April 1945 wurde das KZ-AuĂenlager geräumt,cite-ref-dactrial5029-12-0[12] die Kranken blieben zurĂźck.cite-ref-ecg-5-3[5] Die anderen KZ-Häftlinge mussten zunächst Richtung Alpen nach FĂźssen marschieren,cite-ref-dactrial5029-12-1[12] von wo aus der Krieg angeblich fortgesetzt werden wĂźrde. Nachdem in der Nähe von Pfronten in der Nacht eine gewaltige Explosion stattgefunden hatte, konnten die KZ-Gefangenen fliehen.cite-ref-ecg-5-4[5]
Einsatz von Ost- und Zwangsarbeitern
Bereits vor den im KZ-AuĂenlager Kempten inhaftierten Menschen wurde eine noch grĂśĂere Anzahl an Zwangsarbeitern bzw. Ostarbeitern eingesetzt. Am 20. Februar 1940 kam der erste Sonderzug mit polnischen Zwangsarbeitern in Kempten an. 1943 waren 600 Zwangsarbeiter provisorisch im Hochhaus der S&W Kempten und in EinzelunterkĂźnften der Stadt untergebracht. Ab Juli 1943 trat die Interessengemeinschaft Ostarbeiterlager Kempten als Bauherr fĂźr UnterkĂźnfte auf, mit der Stadt Kempten als geschäftsfĂźhrendem Gesellschafter. So lieĂen mehr als 40 Unternehmen ein Ostarbeiterlager an der ostarbeiterlager-kemptenBoleite 2347.71806410.319633 sĂźdlich der Tierzuchthalle errichten, in dem vor allem russische Zwangsarbeiter kaserniert wurden, Ende 1942 rund 400 Menschen.cite-ref-bmw-3-8[3]
Die Helmuth Sachse KG ging weit schärfer als in anderen BMW-Werken mit den Arbeitskräften um. Sie beauftragte SA-Oberfßhrer Wilhelm Fichtl mit der Leitung der ca. 20 Mann starken Werkschutzmannschaft, rekrutiert z. T. aus Mßnchner BMW-Werken. Diese waren v. a. zuständig fßr die Zwangsarbeiter. Sie wurden von BMW bezahlt und traten brutal auf. Schläge und willkßrliche Bestrafungen gehÜrten zur Tagesordnung, auch bei kleinsten Anlässen. So wurde der ukrainische Zwangsarbeiter Iwan Dubrow wegen eines unerlaubten Radiogerätes von der Gestapo verhaftet und mit vier Wochen Arbeitserziehungslager bestraft. Ein anderer musste wegen mangelnder Arbeitsleistung fßr zehn Tage in verschärfte Polizeihaft.cite-ref-bmw-3-9[3] Die Zwangsarbeiter wurden zudem bei Kemper (Panzer & Kriegsfahrzeugbau) eingesetzt.cite-ref-ag106-13-0[13] Die BehÜrden reagierten mit brutaler Gewalt auf relativ unbedeutende Vorfälle. So wurden zwei Polen wegen Diebstahls und Flucht am 12. August 1943 zum Tode verurteilt und in Kempten hingerichtet.cite-ref-14[14] Im Landkreis wehrten sich polnische Arbeiter 1943 gegen ihren Dienstherren. Daraufhin lieà die SS alle Polen antreten, erhängte den Anfßhrer und zwang die anderen, an ihm vorbeizumarschieren.cite-ref-15[15]
Am 30. September 1944 meldete der Arbeitsamtsbezirk Kempten 13.594 ausländische Arbeiter, davon 5.864 Ostarbeiter.cite-ref-16[16] Mindestens 4.000 dieser Zwangsarbeiter mussten 1944 in Kempten arbeiten, nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurden 9.000 gezählt.
Wenige Tage vor Kriegsende erklärte Helmuth Sachse den Vertretern âseinerâ Zwangsarbeiter, dass mit der Besetzung durch amerikanische Truppen zu rechnen sei. Sie kĂśnnten daher ihre Wohnlager wie die Stadt Kempten verlassen. Die Franzosen verlieĂen das Lager, um Ăźber die Schweiz in die Heimat zurĂźckzukehren. Die Misshandlung der Zwangsarbeiter blieb nicht vĂśllig ungesĂźhnt. Nach Kriegsende lynchten Zwangsarbeiter zwei der ehemaligen Werkschutzmänner von Sachse.cite-ref-bmw-3-10[3] Juristisch wurden Ausbeutung und Misshandlungen der Zwangsarbeiter, soweit bekannt, auch in den Jahrzehnten nach dem Kriegsende nicht aufgearbeitet.
Weitere KZ-AuĂenlager in Kempten und Umgebung
Im zweiten der beiden AuĂenlager auf dem heutigen Stadtgebiet der Stadt Kempten (Allgäu), dem KZ-AuĂenlager Kottern-Weidach des Konzentrationslagers Dachau, setzten die Nationalsozialisten die Häftlinge zur Zwangsarbeit bei der Messerschmitt AG ein.
Misshandlung und Ermordung der KZ-Inhaftierten
Die KZ-Häftlinge wurden latent bedroht, im Falle einer Flucht oder Widerstandes ins KZ Dachau oder KZ-AuĂenlager MĂźnchen-Allach transportiert zu werden, und es blieb nicht bei Drohungen. Allein zwischen Mai 1944 und April 1945 wurden mindestens 146 Häftlinge â also 25 Prozent â wegen Krankheit oder Arbeitsunfähigkeit ins KZ Dachau abtransportiert, vermutlich starben viele von ihnen.cite-ref-bmw-3-11[3] Die Arbeitszeit betrug täglich 12 Stunden, die KZ-Inhaftierten litten an Mangelernährung.cite-ref-17[17] Die KZ-Häftlinge, z. T. auch andere Zwangsarbeiter, erlitten nach Augenzeugenberichten Schläge, Stockschläge, Tritte und andere Misshandlungen wie z. B. kalte Duschen im Winter.cite-ref-gr-8-2[8] Anfang 1945 gab es wohl vermehrt Fluchtversuche.cite-ref-bmw-3-12[3] Am 20. April 1945 suchte der franzĂśsische Gefangene Joseph Jean Passeroncite-ref-ag109-2-4[2] während eines Luftangriffs gemeinsam mit anderen Häftlingen Lebensmittel beim Heeresverpflegungsamt in der Nähe des Ostbahnhofs Kempten. Walter Fischer, BMW-Ingenieur und WerksschĂźtzer der Sachse-Fabrik, ertappte ihn, feuerte einen Schuss ab und traf den Franzosen tĂśdlich am Kopf.cite-ref-bmw-3-13[3] Alle KZ-Häftlinge des Konzentrationslagers mussten zur Abschreckung an der Leiche vorbeimarschieren.cite-ref-ecg-5-5[5]
Noch 1988 erinnerte sich eine Zeitzeugin: âDie KZâler ham furchtbar ausgâschaut. I hab mi immer gâwundert, wie die Ăźberhaupt no arbeiten kĂśnnen ham.âcite-ref-ag109-2-5[2]
Fluchtversuche und Widerstand der KZ-Inhaftierten
Im Lager Kempten gab es Fluchtversuche. Russische Gefangene verbogen die Stangen der Fenstergitter und flohen, auch Italiener flohen mehrmals. Einige der FlĂźchtlinge wurden ergriffen und ins KZ Dachau gebracht. Ein Franzose wurde dabei ertappt, als er versuchte, ein Loch in die Wand der Tierzuchthalle zu brechen. Er wurde blutig geschlagen und ebenfalls in das KZ Dachau transportiert.cite-ref-gr-8-3[8] Der franzĂśsische Gefangene Louis Terrenoire schreibt, dass die Gruppe der franzĂśsischen Gefangenen trotz politischer und religiĂśser Unterschiede in ihrem Willen, in WĂźrde zu Ăźberleben, geeint war. Sie hatten ihre eigenen Regeln und bestraften diejenigen, die diese nicht einhielten. Sie hielten ihren Stolz als Franzosen u. a. aufrecht, indem sie keine Zigarettenkippen aufsammelten, und gaben den Schwachen und Kranken etwas von ihrem Essen ab. Zudem versuchten sie, die Produktion so gut wie mĂśglich zu sabotieren. Terrenoire schrieb: âUm sicherzustellen, dass der Mensch kein Wolf fĂźr den Menschen ist, mussten wir sicherstellen, dass die einzigen Wilden nicht unter uns waren, sondern bei den Wachleuten oder der SS.âcite-ref-ter-7-2[7]
Juristische Aufarbeitung
Helmuth Sachse wurde 1947/48 im Spruchkammerverfahren als ânicht betroffenâ entlastet.cite-ref-ag109-2-6[2] Nur der SS-Lagerkommandant Georg Deffner wurde am 11. Februar 1947 noch vom amerikanischen Militärgericht verurteilt, zu drei Jahren Gefängnis.cite-ref-3usarmyjudge-18-0[18]
Die deutsche Justiz ermittelte zwar in den 1950er Jahren, Kemptener Akten wurden vor Ablauf der Aufbewahrungsfrist vernichtet. Ein zweiter Ermittlungsansatz erfolgte in den 1970er Jahren in Kempten II (Js 7034/76). Neben Deffner wurden keine weiteren Täter ermittelt,cite-ref-ecg-5-6[5] dafĂźr gegen zwei Häftlinge Ermittlungen eingeleitet. SchlieĂlich wurden alle Verfahren ohne Anklageerhebung eingestellt. In Kempten gab es bei Staatsanwaltschaft und Gericht etliche Kontinuitäten aus der NS-Zeit, u. a. die Staatsanwälte und Richter Michael SchwingenschlĂśgl,cite-ref-19[19] Dr. Leo Bujnoch, Dr. Maximilian Stransky und weitere.cite-ref-20[20]
Erinnerung und Gedenken
1990 noch â viele Jahre nach Erscheinen der ersten BĂźcher darĂźber â behauptete der damalige OberbĂźrgermeistercite-ref-schropp20150506-21-0[21] Josef HÜà oder Wolfgang RoĂmann, dass es in und um Kempten keine Zwangsarbeiter gegeben habe.cite-ref-schropp20150506-21-1[21] Die Mitarbeiter des Stadtarchivs widersprachen zwar,cite-ref-schropp20150506-21-2[21] dennoch wurden die gedenktafeln-an-der-allg-uhalleGedenktafeln47.72008410.317762 an der Allgäuhalle nicht auf Initiative der Stadt angebracht. Erst nach dem Angebot der ehemaligen Lagerinsassen âAmicale des Anciens de Kempten-Kotternâ, die Kosten zu Ăźbernehmen, gaben die Verantwortlichen der Stadt nach,cite-ref-schropp20150506-21-3[21] erlaubten die Anbringungcite-ref-22[22] und Ăźbernahmen dann auch die Kosten. Die Stadt Kempten erkannte im Jahre 1999 schlieĂlich auch an, dass sie mit den AuĂenlagern des KZ Dachau Teil des nationalsozialistischen Kriegs- und Terrorregimes war.cite-ref-schropp20150506-21-4[21] Die vielen Todesopfer, die direkt in Kempten oder nach Abtransport von Häftlingen in das KZ Dachau verstarben, werden auf der Tafel hingegen mit keinem Wort erwähnt (s. Abb.):
Zur Erinnerung an die vielen Häftlinge
des Dachauer KZ-Aussenlagers
Kempten, die von August
1943 bis April 1945 fĂźr die
RĂźstungsproduktion arbeiten mussten.cite-ref-23[23]
Die schlecht lesbare Inschrift auf dem grabstein-f-r-19-kz-h-ftlinge-und-zwangsarbeiterGrabstein47.7350210.31037 fĂźr jene 19 in der âAusländerabteilungâ westlich hinter dem JĂźdischen Friedhof ganz hinten auf dem Katholischen Friedhof Kempten begrabenen KZ-Häftlinge und Zwangsarbeiter lautet:cite-ref-wernerkzfriedf2011-24-0[24]
Der Herr schaffet Ge
rechtigkeit und Ge
richt allen, die Un
recht leiden Ps. 103,6
1944 Krukovski/Konstantin
Kostaimetz Demisch / Jelagien Nikolaus
Wabia Jan â aus Po/len â Dehodja Mo
tra â Russin
Frainczak 1945
Boleslaw â Dziuba/Clemens â Gaida Ro
man â Sukiennik/Josef â Sczecinski
Wladislaw â Sibila/Stanislaw â Tosch
Johann â Sdobens/Adolf â Sobierzek
Anton â Woznyak/Richard â Tkatschuk
Konstantin â aus / Polen â Jermakow
Nikolai â Sokolow/Nikolai â Poppow
Iwan â aus Russlandcite-ref-wernerkzfriedf2011-24-1[24]
Siehe auch
:
Liste der Stolpersteine in Kempten (Allgäu)
Zeichnungen von ehemaligem Häftling
2017 erwarb die Stadt Kempten mit dem Heimatverein zwei illustrierte Hefte von einem KZ-Häftling: 31 Zeichnungen aus der Zeit von 1944/45 dokumentieren den Alltag im AuĂenlager. Ăberlieferungen unmittelbar aus der Zeit sind selten, meist wurden sie erst nach Kriegsende 1945 angefertigt. Der franzĂśsische Häftling Paul Wernet aus Sarreguemines hatte die Zeichnungen 2011 zum Verkauf angeboten. Als Kämpfer der franzĂśsischen RĂŠsistance kam er, nach kurzer Internierung in Dachau, im August 1944 ins Kemptener AuĂenlager in der Tierzuchthalle. Nach seinen Angaben zeichnete die Bilder ein namentlich nicht mehr bekannter Niederländer, der von einem LagerfĂźhrer beschuldigt war und dem eine Verlegung nach Dachau drohte. Wernet konnte dieses Problem mit seinen Deutschkenntnissen schlichten, sodass der Niederländer bleiben durfte. Wohl als Dank fertigte dieser die Zeichnungen fĂźr Wernet an.cite-ref-25[25]
Siehe auch
⢠Abschnitt âKZ-AuĂenlager MĂźnchen-Allach (BMW)â in: KZ-AuĂenlagerkomplex MĂźnchen-Allach (BMW) â Kontext dieses KZ-AuĂenlagers
Literatur
Augenzeugenberichte KZ-AuĂenlager Kempten
⢠Louis Terrenoire, KZ-Häftling und späterer Minister von Charles de Gaulle: Sursitaires de la mort lente (Dem schleichenden Tod entkommen), Sprache: franzĂśsisch, Ăditions Seghers, Paris 1976, 163 S., ISBN 978-2-232-14155-3, OCLC 3514393
⢠Otto Kohlhofer in: Christa Willmitzer, Peter Willmitzer: Deckname âBetti Gerberâ â Vom Widerstand in Neuhausen zur KZ-Gedenkstätte Dachau, Otto Kohlhofer 1915â1988, Allitera Verlag, MĂźnchen, 2006, 171 S., ISBN 3-86520-183-0
Zeichnungen aus dem KZ-AuĂenlager Kempten
⢠Souvenirs de Souvenirs de captivitĂŠ. Zeichnungen aus dem KZ-AuĂenlager Kempten. Eingeleitet und kommentiert von Markus Naumann. Kataloge und Schriften der Museen der Stadt Kempten (Allgäu) Band 27, Likias Verlag, Friedberg, 2020, 124 S., ISBN 978-3-9820130-6-0 (Leseprobe).
Gesamtdarstellungen KZ-AuĂenlager Kempten
⢠Edith Raim: Kempten, in: Wolfgang Benz, Barbara Distel (Hrsg.): Der Ort des Terrors. Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager. Band 2 FrĂźhe Lager Dachau, Emslandlager, C.H. Beck, 2005, 607 Seiten, ISBN 3-406-52962-3, S. 373â375.
⢠Markus Naumann in Allgäuer Geschichtsfreund Nr. 109: Im Land der Lager, die AuĂenlager Kempten und Kottern/Weidach des KZ Dachau, Kempten 2009, S. 117â154, ISBN 978-3-9810073-5-0, ISSN 0178-6199, hier: S. 121â129, 117â120, 138â154.
⢠Gernot RĂśmer: FĂźr die Vergessenen, KZ AuĂenlager in Schwaben â Schwaben in Konzentrationslagern, Berichte, Dokumente, Zahlen und Bilder, Verlag Presse-Druck- und Verlags-GmbH, Augsburg 1984, 231 Seiten, ISBN 3-89639-047-3, ISBN 978-3-89639-047-9, S. 136â146
⢠Constanze Werner: Kriegswirtschaft und Zwangsarbeit bei BMW: Im Auftrag von MTU Aero Engines und BMW Group, Oldenbourg Verlag, MĂźnchen 2006, 447 Seiten, ISBN 978-3-486-57792-1, S. 298â306
⢠Gernot RĂśmer: Kempten (Helmuth Sachse KG), in: Encyclopedia of camps and ghettos, 1933â1945 / 1,A : Early camps, youth camps, and concentration camps and subcamps under the SS-Business Administration Main Office (WVHA), part A, Indiana Univ. Press, Bloomington, 2009, 859 S., ISBN 978-0-253-35328-3, ISBN 978-0-253-35428-0, S. 490â493
Ergänzend zum KZ-AuĂenlager Kempten
⢠Ulrike Puvogel, Martin Stankowski: Gedenkstätten fĂźr die Opfer des Nationalsozialismus - Eine Dokumentation, Bundeszentrale fĂźr politische Bildung, Verlag Edition Hentrich Berlin, Bonn 1995, ISBN 3-89331-208-0, S. 154â155.
⢠Constanze Werner: KZ-FriedhĂśfe und -Gedenkstätten in Bayern: âWenn das neue Geschlecht erkennt, was das alte verschuldet âŚâ, 1. Aufl., Schnell & Steiner, Regensburg 2011, 439 S., ISBN 978-3-7954-2483-1, S. 247â250
⢠Michael Schropp in Kreisbote Allgäu-Kempten: Gedenkfeier - Ehemaliges KZ-AuĂenlager Kempten, 6. Mai 2015.
Ergänzend zur NS-Zwangsarbeit in Kempten
⢠Anton J. Grossmann: Fremd- und Zwangsarbeiter in Bayern 1939â1945, in: Vierteljahrshefte fĂźr Zeitgeschichte, Institut fĂźr Zeitgeschichte, MĂźnchen-Berlin, Jahrgang 34 â Heft 4, MĂźnchen Oktober 1986, ISSN 0042-5702, S. 481â521.
⢠Mark Spoerer: NS-Zwangsarbeiter im Deutschen Reich, in: Vierteljahrshefte fĂźr Zeitgeschichte, Institut fĂźr Zeitgeschichte, MĂźnchen-Berlin, Jahrgang 49 â Heft 4, MĂźnchen Oktober 2001, ISSN 0042-5702, S. 665â684, S. 682.
⢠Romana Buchenberg & Markus Naumann in Allgäuer Geschichtsfreund Nr. 106: Zwangsarbeiter in Kempten im Zweiten Weltkrieg und ihr Schicksal nach Ende des Krieges, Kempten 2006, S. 125â172, ISBN 3-9810073-0-1, ISSN 0178-6199, hier: S. 125â140.
⢠Ralf Lienert: Zwangsarbeiter in fast jedem Betrieb, in Allgäuer Zeitung, Kempten/Lokales 28. Dezember 1999.
Weblinks
Commons
: KZ-AuĂenlager Kempten
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
⢠Eintrag Kempten in Arolsen Archives International Center on Nazi Persecution (UNESCO-Weltdokumentenerbe) ßber International Tracing Service (ITS), Bad Arolsen, online unter collections.arolsen-archives.org. Abgerufen am 20. September 2020.
Einzelnachweise
cite-note-11. â Gleichzeitig 488 (âStärkemeldungâ) bis 700 (Terrenoire), doch wurden allein ab Mai 1944 mind. 146 Kranke und Arbeitsunfähige mit 40 Transporten in das KZ Dachau abtransportiert und stets wieder âunverbrauchteâ KZ-Häftlinge aus Dachau zugefĂźhrt.
cite-note-bmw-33. â Constanze Werner: Kriegswirtschaft und Zwangsarbeit bei BMW: Im Auftrag von MTU Aero Engines und BMW Group, Oldenbourg Verlag, MĂźnchen 2006, 447 Seiten, ISBN 978-3-486-57792-1, S. 298â306
cite-note-44. â (5 Fotos & Beschreibung) Kommandogerät fĂźr Flugmotor BMW 801, online unter digital.deutsches-museum.de, Item Nr. 79817. Abgerufen am 20. September 2020.
cite-note-ecg-55. â Gernot RĂśmer: Kempten (Helmuth Sachse KG), in: Encyclopedia of camps and ghettos, 1933â1945 / 1,A : Early camps, youth camps, and concentration camps and subcamps under the SS-Business Administration Main Office (WVHA), part A, Indiana Univ. Press, Bloomington, 2009, 859 S., ISBN 978-0-253-35328-3, ISBN 978-0-253-35428-0, S. 490â493
cite-note-benz-66. â Edith Raim: Kempten, in: Wolfgang Benz, Barbara Distel (Hrsg.): Der Ort des Terrors. Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager. Band 2 FrĂźhe Lager Dachau, Emslandlager, C.H. Beck, 2005, 607 Seiten, ISBN 3-406-52962-3, S. 373â375.
cite-note-ter-77. â Louis Terrenoire, KZ-Häftling und späterer Minister von Charles de Gaulle: Sursitaires de la mort lente (Dem schleichenden Tod entkommen), Sprache: franzĂśsisch, Ăditions Seghers, Paris 1976, 163 S., ISBN 978-2-232-14155-3, OCLC 3514393
cite-note-gr-88. â Gernot RĂśmer: FĂźr die Vergessenen, KZ AuĂenlager in Schwaben â Schwaben in Konzentrationslagern, Berichte, Dokumente, Zahlen und Bilder, Verlag Presse-Druck- und Verlags-GmbH, Augsburg 1984, 231 Seiten, ISBN 3-89639-047-3, ISBN 978-3-89639-047-9, S. 136â146
cite-note-99. â Evelyn Zegenhagen: Early Camps, Youth Camps, and Concentration Camps and Subcamps under the SS-Business Administration Main Office (WVHA). Enzyklopädie. In: United States Holocaust Memorial Museum (Hrsg.): Encyclopedia of Camps and Ghettos, 1933â1945. I B. Indiana University Press, Bloomington, USA 2009, ISBN 978-0-253-35328-3, Markirch, S. 1044 f. (englisch, Encyclopedia Vol-I, Part B).
cite-note-bmw310-1010. â Constanze Werner: Kriegswirtschaft und Zwangsarbeit bei BMW. Oldenbourg, MĂźnchen 2006, ISBN 978-3-486-57792-1, 2.9. Kooperation mit SS und OT: Das ÎMW-Management und die Aktivitäten zur Untertageproduktion, S. 299, 310, 330 (Siehe auch Tabelle âTab. 22: BMW-âVerlagerungskommandosâ des KZ Dachau der Werke MĂźnchen und Allachâ).
cite-note-baylz2008-1111. â SchĂźlerinnen und SchĂźler der Fachoberschule und Berufsoberschule Kempten in: Monika Franz, Werner Karg: Einsichten und Perspektiven Themenheft 1|08, Bayerische Landeszentrale fĂźr politische Bildungsarbeit, 10/2008, S. 9â10.
cite-note-dactrial5029-1212. â Louie T. Tischer: Case No. 000-50-2-9 (US vs. Frank Bezak et al) Tried 4 Nov. 46. Originaldokument. In: Deputy Judge Advocateâs Office â War Crime Group (Hrsg.): The Dachau Trials: Dachau Cases (1945 â 1947) â Other Dachau Cases. Dachau 1946, 3. Evidence, S. 5 (englisch, 8 S., jewishvirtuallibrary.org [PDF; 1,2 MB; abgerufen am 20. August 2022] Dachauer Prozesse): âAccused [âŚ] was a work-detail and tower guard at out-camp Kempten where there were 400 to 440 prisoners. He participated in the prisoner march, consisting of 400 prisoners, from Kempten to Fuessen on 27 April 1945â
cite-note-1414. â Gedenkstein fĂźr nichtjĂźdische Zwangsarbeiter im hinteren Teil des katholischen Friedhofs an der Memminger StraĂe/Ecke Adenauerring, zugänglich vom katholischen Friedhof, den Bodenplatten folgen
cite-note-1515. â Ralf Lienert in Allgäuer Zeitung, Kempten/Lokales: Zwangsarbeiter in fast jedem Betrieb, 28. Dezember 1999.
cite-note-1616. â Mark Spoerer: NS-Zwangsarbeiter im Deutschen Reich, in: Vierteljahrshefte fĂźr Zeitgeschichte, Institut fĂźr Zeitgeschichte, MĂźnchen-Berlin, Jahrgang 49 - Heft 4, MĂźnchen Oktober 2001, ISSN 0042-5702, S. 665â684, S. 682.
cite-note-1717. â Wolfgang KuÄera in: Peter Fassl, Zwangsarbeiter und KZ-AuĂenlager in Schwaben, Das Kriegsende in Bayerisch-Schwaben 1945, WiĂner-Verlag, Augsburg, ISBN 3-89639-552-1, S. 95â112, hier: S. 107
cite-note-3usarmyjudge-1818. â Deputy Judge Advocateâs office, 7708 War crime group, European command APO 407, United States: United States v. Georg Deffner, Case No. 000-50-2-65. Original. Hrsg.: Jewish Virtual Library. Dachau 16. September 1947 (englisch, 5 S., jewishvirtuallibrary.org [PDF; 790 kB; abgerufen am 24. September 2021] /dachau-war-crimes-trials â The Dachau Trials: Dachau Cases (1945 - 1947)).
cite-note-1919. â Hannes Ludyga: Das Oberlandesgericht MĂźnchen zwischen 1933 und 1945, Hrsg. Präsident des Oberlandesgerichts MĂźnchen, Metropol Verlag Berlin 2012, 304 S., ISBN 978-3-86331-076-9
cite-note-2020. â Braunbuch - Kriegs- und Naziverbrecher in der Bundesrepublik und in Westberlin - Staat, Wirtschaft, Verwaltung, Armee, Justiz, Wissenschaft, Hrsg. Nationalrat der Nationalen Front des Demokratischen Deutschland, Dokumentationszentrum der Staatlichen Archivverwaltung der DDR. (3., Ăźberarb. und erw. Auflage), Staatsverlag der Deutschen Demokratischen Republik, Berlin 1968, 439 S., OCLC 216481423
cite-note-schropp20150506-2121. â Michael Schropp in Kreisbote Kempten: Gedenkfeier - Ehemaliges KZ-AuĂenlager Kempten, 6. Mai 2015.
cite-note-2222. â (Fotos Gedenkplatten Kempten), VVN Augsburg, online unter vvn-augsburg.de. Abgerufen am 7. September 2020.
cite-note-2323. â Katharina Hahne: Gedenkstein fĂźr nichtjĂźdische Zwangsarbeiter im hinteren Teil des Friedhofes, die hier auf Befehl der Gestapo beerdigt wurden. (JPG; 69 KB) Foto. In: alemannia-judaica.de. 2008, abgerufen am 21. August 2022.
cite-note-wernerkzfriedf2011-2424. â Constanze Werner: KZ-FriedhĂśfe und -Gedenkstätten in Bayern â Wenn das neue Geschlecht erkennt, was das alte verschuldet⌠Hrsg.: Bayerische Verwaltung der Staatlichen SchlĂśsser, Gärten und Seen. 1. Auflage. Schnell & Steiner, Regensburg 2011, ISBN 978-3-7954-2483-1, KZ-Grabstätten auf dem JĂźdischen Friedhof, Stadt Kempten (Allgäu), S. 247â249; hier: S. 249 (439 S., mit genaueren Angaben zu den meisten dieser Verstorbenen auf S. 248).
cite-note-2525. â Stadt und Heimatverein Kempten erwerben 31 Zeichnungen von ehemaligem Häftling In: kreisbote.de, 23. November 2017 (abgerufen am 27. Oktober 2020)